Wer bietet harte Fakten? Beweise? Eindeutige Forschungsergebnisse? Offiziell ist der von Windparks produzierte Infraschall nicht schädlich. Das versichert etwa eine Untersuchung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit (2012, aktualisiert 2016). Sind aber offizielle Quellen zu trauen? Die Misere um das Agrargift Glyphosat beweist das Gegenteil. Zulassungsbehörden haben für ihre angeblich neutralen Gutachten beim Hersteller abgeschrieben. Mit Unterstützung der Bundesregierung halten EU-Lebensmittelbehörde und Chemiekonzerne ihre Recherchen geheim. Ist es erstaunlich, dass die Bürger das Vertrauen verlieren?

Tatsächlich drehten die Tiere einer Nerzzucht in Dänemark 2013 durch, als eine Windkraftanlage in der Nähe des Hofs in Betrieb ging. Hundert Tiere mussten wegen ihren Verletzungen getötet werden, die ganze Windkraft-Branche war laut Presseberichten verunsichert. Der Bau von neuen Anlagen soll in Dänemark stark zurückgegangen sein.

Aber so einfach ist es nun auch wieder nicht. Dänische Behörden widersprachen den Alarmrufen deutscher Medien. Auch in Großbritannien und Australien vermochten Wissenschaftler keinen haltbaren Beweis für Infraschall-Schäden bei Windparks zu finden. Dafür entdeckten Psychologen einen “Nocebo-Effekt”, das Gegenstück zum bekannten Placebo Effekt. Alleine der Kummer um mögliche Schäden kann Menschen krank machen. Ein Bericht aus Australien scheint dies zu bestätigen: Bürger klagten über von Windparks verursachte Leiden, bevor diese überhaupt in Betrieb gegangen waren.

Sorgen um die Gesundheit und um den Wert der eigenen Immobilie sind berechtigt. Das Mistrauen gegenüber Behörden und Politik ist sogar notwendig in einer lebendigen Demokratie. Das Phänomen Infraschall muss untersucht werden. Andererseits ist es riskant, sich in Scheingefechte zu verzetteln. Sich für Energiewende und für Naturschutz einzusetzen ist eine beschwerliche Aufgabe. Dabei sollen uns wissenschaftlich fest verankerte Fakten unterstützen, absichern. Helft uns, solche Fakten zusammenzutragen.

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