Logo250Die Frage kennen wir. Wer hat nicht schon mal von Aktivität geträumt aber nur Lähmung empfunden? Gerade in konfusen Zeiten, in denen man keinem mehr glauben mag. Dabei wollen wir doch alle dasselbe: Gerechtigkeit, Frieden und eine gesunde Umwelt. Klare Ziele, oder?

Früher genügten uns die Leitmedien, die uns irgendwie Halt gaben und das Geschehen glaubhaft interpretierten. Heute tun wir uns damit schwer. Bei komplexen Themen wie der Energiewende verlieren wir schnell den Überblick. Gerade im Lokalbereich fehlen Ressourcen und Zeit, um den Sachen auf den Grund zu gehen.

 

Da gibt es eine Lücke, die Wiki Stade schließen will. Zumindest hier im Landkreis. Warum Wiki? Weil diese Plattform durch Mitmachen leben soll. Wir – etwa ein Dutzend Gründer – wollen kein weiteres nur zum Konsum geeignetes Medium anbieten. Wiki Stade soll ein interaktives Forum für Bürger werden und jedem die Möglichkeit geben, an der öffentlichen Debatte teilzunehmen. Hier kann man Auskunft suchen, informierte Hilfe für Recherchen finden oder auch sein Wissen der Gemeinschaft zur Verfügung stellen. Aber mit der Hilfe von erfahrenen Journalisten. Hier treffen sich engagierte Menschen und professionelle Medienleute und bauen ein Werkzeug, das allen Bürgern, unabhängig von Konfession oder politischer Glaubensrichtung, zur Verfügung steht.

Wir konzentrieren uns in erster Linie auf Energie und Politik, denn Energie ist viel zu wichtig, um sie alleine den Politikern zu überlassen. Sie bestimmt unsere Wirtschaft, unser Leben. Als der Stadtrat von Stade mit großer Merhheit für ein "Dinosaurier-Projekt" stimmte, für ein Kohlekraftwerk vor den Toren der Stadt, wurde uns klar, dass hier Bedarf an Information und Diskussion besteht.

Information tragen wir in der Datenbank zusammen: Berichte, Studien oder Videos systematisch geordnet. Dazu ausführliche Links zu relevantem Material im Internet. Merkels Reden im Wortlaut, Kommentare zum Raumordnungsplan des Landkreises, Filme über Kohleenergie weltweit oder die Gefahren von Quecksilber aus Kraftwerk-Schloten? All dies gibt es im Netz, wir wollen es nur zugänglicher machen und mit eigenen, lokalen Berichten ergänzen. Und wer sich gut auskennt über ein Thema und sein Wissen teilen möchte, kann jederzeit hier seinen Beitrag leisten.

Diskussionen: Die Debatten-Plattform steht allen Bürgern offen, die ernsthaft über ein Thema diskutieren wollen. Sie wird moderiert und nur namentlich gezeichnete Beiträge veröffentlichen, denn Anonymität schafft Internet-Pöbel. Auch das "gefällt mir" der sozialen Medien gibt es hier nicht. Besteht Bedarf, kann eine gute Diskussion auch zu einer Veranstaltung führen, auf der man sich persönlich austauschen kann. Anders als bei der TV-Talkshow, die meist nur ein Gefühl der Leere hinterlässt, wäre es zu schön, wenn Diskussion zu Engagement führen könnte. Eben, etwas tun!

Bürgerjournalismus praktisch: Wer Reportagen schreiben oder Videos drehen will, kriegt Unterstützung. Wir werden Beiträge nach professionellen Kriterien und im Einvernehmen mit den Autoren redigieren. Auch wer gerne Fotografiert, findet hier eine Plattform. Für alle, die mehr lernen wollen, organisieren oder vermitteln wir Kurse. Und Musiker? Warum nicht mal eine Öko-Hymne für Stade komponieren und aufführen? Das würde hier doch sehr gut passen!

Der Kalender listet Veranstaltungen aus der Zivilgesellschaft auf: Organisationen, Kommunen oder Parteien. Aber auch der Kalender soll interaktiv sein und individuelle Beteiligung ermöglichen. Sie haben etwa einen tollen Film über ein Umwelt-Thema und würden den gerne mit anderen anschauen und darüber diskutieren? Oder eine Lesegruppe organisieren, um gemeinsam über wichtige Werke zu reden? Hier können sie ihre Mitbürger zu einem Treffen einladen.

Transparenz: Finanziert wird Wiki Stade von Spenden, Stiftungen und Mitgliederbeiträgen. Wo das Geld herkommt und wofür es augegeben wird, wird hier veröffentlicht.

Die Redaktion stellen zunächst die Gründer ("Über uns" in der Startleiste). Sie ist offen für Mitarbeit, ja bittet eindringlich darum. Denn ein Wiki lebt von der Kooperation. Nur die Gemeinschaft kann diese Plattform zu einem nützlichen und kreativen Werkeug machen. Etwas tun ist nicht nur besser als lamentieren, es ist auch sehr viel befriedigender.

Es macht Spaß, fangt also einfach mal an!