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Spenden

Wir sammeln Spenden für einen möglichen Rechtsstreit.
Die Planung des Surfparks ist rechtswidrig!

Klagefonds Surfpark Stade

Gegen den geplanten Surfpark in Stade in der freien Feldmark neben den Naturschutzgebieten „Feerner Moor“ und „Steinbecktal“ hat sich ein breites Bündnis aus Bürger*innen gefunden, das sich dafür engagiert, dass dieses Projekt nicht realisiert wird.

Umweltverbände haben ausführliche Stellungnahmen zu der vorgesehenen Flächennutzungsplanänderung und dem Bebauungsplan geschrieben, wonach die Planung rechtlich keinen Bestand haben dürfte. Das Bündnis „Surfpark - Nein Danke“ ist bereit, seine Ablehnung auch in einem Rechtsstreit (s.g. Normenkontrollverfahren gegen den Bebauungsplan) vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg durchzusetzen.

Ein solches Verfahren kostet Geld, da Rechtanwälte und ggf. Gutachter beauftragt bzw. hinzugezogen werden müssen. Das gesamte Verfahren kann sich über einen Zeitraum von 2 - 3 Jahren erstrecken.

Der BUND Stade hat einen Klagefonds eingerichtet, um Gelder für das Verfahren von Unterstützer*innen einzusammeln. Dafür gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Monatlicher (Klein)Betrag auf das Klagefonds-Konto per SEPA-Lastschrifteinzugsverfahren (separates Formular)
  • Zweckgebundene Einzahlung auf das Klagefonds-Konto (Verwendungszweck: „Klage Surfpark“)
  • Einzahlung auf das Klagefonds-Konto (Verwendungszweck: „Spende Surfpark“)

 

Kontoinhaber: BUND Stade
Kreissparkasse Stade
IBAN: DE89 2415 1116 0000 1250 21
BIC: NOLADE21STK

Kreditinstitut: Kreissparkasse Stade

 

Zweckgebundene Einzahlungen mit dem Verwendungszweck „Klage Surfpark“ können nicht steuerlich geltend gemacht werden, sondern sind Mittelbereitstellungen für den Fall, dass eine Klage erhoben wird. Wird wider Erwarten nicht geklagt, können Beträge über 100,- € zurückerstattet werden. Bis dahin entstandene Kosten, z.B. für den Rechtsanwalt, würden bei der Rückzahlung anteilig berücksichtigt. Beträge unter 100,- €, die nicht verbraucht werden, fallen dem BUND zu, der sie für andere gemeinnützige Zwecke einsetzt.

Einzahlungen mit dem Verwendungszweck „Spende Surfpark“ können steuerlich geltend gemacht werden. Dies ist ein einseitiges Rechtsgeschäft und eine Rückzahlung wäre nicht möglich. Der Spender*in kann eine Spendenbescheinigung  bekommen und diese der Steuererklärung beifügen. Bei Beträgen bis 100,- € gilt der Überweisungsbeleg als Spendenbescheinigung gegenüber dem Finanzamt.

 

Laden Sie hier die PDF-Datei "Klagefonds Surfpark Stade" und "Einzugsermächtigung Klagefonds Stade".

 

Protest auf dem Acker

Acker Treffen 15.12.21 Photo Horst ReineckeAcker Treffen 15.12.21 - Foto Horst Reinecke

Am 15.12. bewiesen Bürger von Stade und Landwirte der Umgebung, dass der Surfpark keineswegs "breite Unterstützung" genießt.

 Flugbaltt SurfparkND

 

Downloadlink:
Laden SIe hier den Vordruck der Unterschriftenliste als PDF-Datei herunter.

 

Bilder des Aktions-Standes am 18.12.2021 in Stade:

Stade 18122021 1 Stade 18122021 3

Stade 18122021 2

 

Stellungnahme der Gesellschaft für Natur- und Umweltschutz - G.N.U. Stade


Lesen Sie hier die Stellungnahme an die Hansestadt Stade zum Bauprojekt "Surfpark Stade" als PDF-Datei.

 

Bürgeraktion Surfpark – nein danke!!! +++ Pressemitteilung +++

news 644850 1280Die „Bürgeraktion Surfpark – nein danke“ hat erhebliche Zweifel an der Sinnhaftigkeit und Zukunftsfähigkeit des in Stade geplanten Surfparks: Wer braucht ihn wirklich? Was werden seine Auswirkungen sein? Der Versuch, mit künstlich erzeugten Wellen ein Geschäft zu machen, ist nicht auf Stade beschränkt. Bundesweit ist etwa ein halbes Dutzend solcher Anlagen in Planung, aber auch in der Kritik. Technologieführer ist offenbar die Firma „Wavegarden“ mit Sitz im spanischen Baskenland. Deren Technik mag zwar in gewisser Weise faszinierend sein, andererseits passen aber weder der hohe Energiebedarf noch der starke Wasserverbrauch in unsere Zeit, die von Klimaerwärmung, Artensterben und fortschreitenden Umweltbelastungen bestimmt wird.

So entspricht die für die Wellenmaschine notwendige elektrische Energie mindestens dem Strombedarf der Einwohner des Ortes Agathenburg (Jahresbetrachtung). Dass so viel Energie zu „100% aus regenerativen Quellen, unterstützt durch Photovoltaikanlagen“, kommen soll, erscheint zumindest fragwürdig.

Für den Surfpark werden jährlich rund 100 Mio Liter Wasser (!) benötigt, das zum Teil aus dem Grundwasser kommen soll. Ist die Wasserknappheit der Dürre-Jahre 2018 und 2019 in unserem Landkreis schon vergessen oder wird sie ignoriert?

Die Initiatoren erwarten 200.000 Besucher/Jahr, zuzüglich Events mit bis zu 3.000 Personen pro Tag. Dies dürfte mehr Wunschdenken sein; gar nicht zu sprechen von den erheblichen Lärm- und Schadstoffbelastungen, z.B. durch das Verkehrsaufkommen, sollte dieses Szenario doch eintreten.

Das 19 ha große Plangebiet wird einer massiven Bodenversiegelung anheimfallen. Wie ist das mit dem „Fahrplan für ein ressourceneffizientes Europa“ der EU vereinbar? Wir sind der Überzeugung, dass unser Planet Erde genügend Möglichkeiten bietet, in der Brandung von Meeren und Ozeanen zu surfen. Wir meinen auch, dass von solchen Riesenplanschbecken eine falsche Signalwirkung im Hinblick auf ernsthafte Bemühungen um Ressourcenschonung und Klimaschutz ausgehen wird. Es gäbe für die Nutzung des Plangebiets genügend sinnvolle und nachhaltige Alternativen.

Die „Bürgeraktion Surfpark - nein danke!!!“ möchte mit den Mitgliedern des neu gewählten Rates der Hansestadt Stade in den Dialog treten. Wir sehen die Chance, dass der Rat seine Möglichkeiten nutzt, die bisherige Planung neu zu bewerten. Um das zu erreichen, kommt es auf eine möglichst breite Unterstützung aller an, die die Surfparkpläne ebenfalls kritisch sehen.

Ab dem 29.11.21 können die Planungsunterlagen durch alle Bürgerinnen und Bürger eingesehen werden, entweder im Rathaus oder im Internet unter: https://www.stadtstade.info/rathaus-politik/oeffentliche-bekanntmachungen/. Stellungnahmen oder Äußerungen sind erwünscht, müssen aber schriftlich bis zum 7. Januar 2022 bei der Stadt eingegangen sein. Bitte nutzen Sie diese Möglichkeit oder treten Sie mit uns in Kontakt.

Kontakt zur Aktionsgruppe:

 

Lesen Sie hier den Artikel "Bürgerinitiative gegründet: Sie wollen den Stader Surfpark verhindern" vom 26.11.2021 erschienen im Tageblatt.

 

Fragwürdiges Projekt

Surfer sind grundsätzlich in ihrer Ethik daran interessiert, eine natürliche Destination vorzufinden. Die Begegnung und Auseinandersetzung mit der Natur sind hier essentiell. Das Warten auf die Wellen, der Respekt vor den lokalen Begebenheiten und somit auch eine, im positiven Sinne, demütige Haltung zeichnen sie ursprünglich, wie auch Bergsteiger, aus.

Offener Brief – Anmerkungen zum Projekt Surfpark 19.10.2021

von Britta Brüning

Grundsätzlich bin ich sehr dafür, Menschen, die für eine Sache „brennen“, gesellschaftspolitisch einen großen Freiraum zu lassen und sie auch zu unterstützen. Trotzdem ist es wichtig zu hinterfragen, wo der Grund unse- res Wollens wirklich liegt.

Der Wunsch nach einem Surfpark entstammt nicht der Bevölkerung, sondern wird von außen herbeigeführt. Auch ist ein solches Projekt weder nachhaltig, noch trägt es zu einer fairen und sozialen Stadtentwicklung bei, wenn es nicht von den meisten Menschen gewollt, unterstützt und getragen, sondern nur von einigen wenigen durchgesetzt wird. Das Vorhaben wurde noch nicht breit öffentlich diskutiert. Es könnte sein, dass die Bürger es mehrheitlich nicht gewohnt sind, wirklich gehört zu werden und sich konstruktiv einbringen zu können. Wir wissen aber auch, dass es Ausnahmen gibt und auch deswegen gehört dieses Projekt in die öffentliche Diskus- sion. Würden die gewählten Verantwortlichen die Bürger einladen, sich dazu zu äußern, dann wüssten wir, ob das Projekt wirklich gewollt ist und getragen werden würde. Das wäre eine echte demokratische Vorgehensweise und für die weitere Stadtentwicklung auch nachhaltig.

Wenn man das Projekt „Surfpark“ näher betrachtet, so ergeben sich Zusammenhänge, die zeigen, dass es in höchstem Maße fragwürdig und in der Grundtendenz nicht stimmig ist:

Das Surfen an sich ist eine starke Metapher für die balancierte Interaktion von Mensch und Natur. Aus ihrer Historie hergeleitet, sind Surfer grundsätzlich in ihrer Ethik daran interessiert, eine natürliche Destina- tion vorzufinden. Die Begegnung und Auseinandersetzung mit der Natur sind hier essentiell. Das Warten auf die Wellen, der Respekt vor den lokalen Begebenheiten und somit auch eine, im positiven Sinne, demütige Haltung zeichnen sie ursprünglich, wie auch Bergsteiger, aus. Ein künstlicher Ort konterkariert dies. Er durchbricht diese Balance, indem das Surfen dort stattfindet, wo natürliche Prozesse künstlich nachgebildet werden. Wir halten das bislang für fortschrittlich. Die Logik, dass ein idealer Ort zum Surfen ein künstlicher sein soll, steht auf tönernen Füßen. Das dann weiterzuführen und auf den sportlichen Wettbewerb, in der Form von idealen Trainingsbedingungen, zu reduzieren, erscheint mir absurd. Wäre das Surfen meine Leidenschaft, so würde ich dort leben wo die Wellen sind oder mir ganz genau überlegen, wie ich dorthin käme. Wir müssen keinesfalls alles überall möglich machen. Kurze Wege sind somit ebenfalls kein tragendes Argument. Um das Projekt wirk- lich nachhaltig zu gestalten, müsste man zudem jede verbrauchte Ressource in die Betrachtung mit einbeziehen und zwar nicht nur lokal. Das sollte heute für alle Vorhaben gelten. Diesen Umstand blenden wir gerne aus. Wir wissen doch mittlerweile alle, dass wir an einem Punkt angelangt sind, wo wir aufhören müssen, derart verschwenderisch und respektlos zu agieren. So ist z.B. der Kreidesee in Hemmoor zwar ein konstruierter, also nicht explizit für die Taucher geschaffener Ort, dennoch die logische Nachnutzung einer vorhandenen, histo- risch gegründeten, Gegebenheit. Das ist ein Unterschied zu einem neu erschaffenen Surfpark. Der Wassersport in Stade ergibt sich aus den natürlichen Flussläufen und sollte sich genau dort einfügen. Zudem scheint der Bau eines Surfparks eine Art Modeerscheinung zu sein, weil dieser auch in anderen Städten derzeit stattfin- det. Innovativ ist das Projekt also auch nicht. Erinnern wir uns an die Tennishallen, die überall im Lande Ende der Achtziger entstanden sind. Wir wissen wohl, was daraus geworden ist.

Indem wir eine weitere künstliche Welt schaffen, vergleichbar in der Grundidee mit dem Snow-Dome in Bispin- gen, verlieren wir weiterhin unseren Kontakt zu natürlichen Gegebenheiten. Wir erschaffen Welten, die ver- meintlich innovativ sind und überlagern damit die natürliche Attraktivität der Umgebung. Der Surfpark würde für das Areal einen massiven Einschnitt bedeuten, obwohl der tatsächliche Flächenverbrauch relativ gering zu sein scheint im Verhältnis zu der Gesamtfläche, die dort ausgewiesen ist. Die Landschaft wird zerschnitten. Auch das ist eine Tatsache, deren Folgen wir noch nicht genügend berücksichtigen. Noch ist es ein dezent kul- tivierter und ruhiger Ort. Er bildet eine Art Ausgleichsraum zu dem nahe gelegenen CFK-Valley und dem Feerner Moor. Dieses Gefüge zu stören, nur um ein weiteres „Highlight“ zu schaffen, ist meines Erachtens kein margi- naler Faktor, sondern sehr gravierend. Wenn man das Gebiet allerdings lediglich abstrakt als Gewerbefläche betrachtet oder gar als weißer Fleck auf der Landkarte, der sich hervorragend für die Umsetzung des eigenen Projektes eignet, wird man zu anderen Schlüssen kommen. Wieder anders wird derjenige urteilen, der hier den wichtigen Futterplatz der Kraniche sieht oder bislang genau hier Ruhe und Erholung gefunden hat. Es ist eine Frage der Perspektive.

Der Begriff der Transformation bezeichnet einen Systemwandel. Hier fällt auf, dass dieser viel tiefer gehen muss, als lediglich das Bestehende oder herkömmliche Annahmen über Entwicklung mit ökologisch anmutenden Fea- tures zu bestücken. Das wäre das Gegenteil, nämlich: konservativ. Wenn wir bei der Realisierung eines aufge- setzten Projektes lediglich in Teilbereichen ökologisch und nachhaltig agieren, so bleibt doch die Tatsache erhalten, dass dieses Projekt es in der Gänze niemals sein kann, weil es das im Grunde nicht ist, sondern lediglich ein Gewerbebetrieb, der auf das Freizeitvergnügen unserer Konsumgesellschaft abzielt und somit ei- nen Bereich unserer Gesellschaft füttert, den wir gerade beginnen zu hinterfragen. Es ist doch schon ein Ge- meinplatz, dass der Tourismus ein Faktor ist, der sich eben nicht qualitativ entwickeln lässt, wenn man es quantitativ angeht. Eigentlich sind Stade und Umgebung gut aufgestellt und in Teilbereichen auch schon gesät- tigt.

Ein gesundes Wachstum kann heute nicht mehr expansiv sein. Es muss vielmehr in einer feinmaschigen Art die bestehenden Strukturen dahingehend verändern, dass wir wirklich eine lebensfähige und lebenswerte Zukunft haben. Es bedarf anderer Stellschrauben, um den Wagen nachhaltig zu lenken. Warum ist der ÖPNV nicht völlig kostenfrei für die Menschen? Warum versuchen wir es nicht mal ohne Tempolimits, um zu sehen, dass es auch mit Selbstverantwortung geht? Brauchen wir wirklich so viele Supermärkte oder Neubaugebiete? Warum agieren wir politisch noch auf einer Gebots- und Verbotsebene, anstatt etwas respektvoll miteinander zu entwickeln? Schaffen wir es, dorthin zu kommen, wo sich Eigeninteressen mit Gesamtinteressen decken? Warum glauben wir, dass die Menschen vorgefertigte Konzepte bräuchten, um ihre Freizeit zu gestalten? Bräuchten wir nicht eher mehr Freiräume? Warum fragt die Politik nicht beim Bürger nach, was dieser möchte? Weil wir eher bereit sind, zu kämpfen, um uns durchzusetzen, anstatt uns wirklich einzulassen? Warum kultivieren wir Gedanken von Aus- grenzung, Gegnerschaft und Konkurrenz? Einer zukunftsfähigen Vielfalt ist meines Erachtens nicht gedient, wenn wir weiterhin nach herkömmlichen Mustern agieren und all unser Tun dem Konsumgedanken, der Ökonomie und der These, dass wir in erster Linie für unsere egoistischen Wünsche verantwortlich sind, unterstellen. Wir sollten vielmehr dahin kommen, die bestehenden Strukturen, unser Denken und unsere Kriterien über die Welt grundlegend zu hinterfragen, bevor wir etwas tun. Da wir aber nichts anderes kennen als das Herkömmliche und so verstrickt sind, in unsere selbsterschaffenen Strukturen, gestaltet sich das schwierig.

Auf dem Areal soll ein Natur-Spielplatz angelegt werden. Das ist an sich ein guter Gedanke. Wenn ich diesen Aspekt weiterdenke, so fällt mir auf, dass wir häufig nicht mehr in die natürliche Intelligenz von Kindern vertrauen und ihnen in fast allen Lebensbereichen vorgefertigte Konzepte anbieten, so dass ihre naturgegebene Kreativität verkümmert. Wenn diese Menschen dann erwachsen sind, denken sie, sie bräuchten fremderdachte An- gebote, um sich auszuleben und sind nicht mehr in der Lage, selbst etwas zu (er)finden. Diejenigen, die es können und auch tun, Konzepte zu realisieren und in die Welt zu geben, hinterfragen sich oftmals nicht in der Tiefe, ob es dem Ganzen wirklich dient. Und somit folgen wir mehrheitlich Trends und erfüllen Vorgaben, an- statt selbst kreativ zu sein. Und das beginnt mit unserem Denken. Vielleicht sollten wir eher darüber nach- denken, die städtischen Strukturen so umzuformen, dass Kinder sich gefahrlos überall bewegen, um somit ihre Spielplätze selbst bestimmen zu können und es auch dürfen.

Der Surfpark richtet sich nicht in erster Linie an die ansässige Bevölkerung und die hiesigen Wassersportler. Sie haben ihn nicht gewünscht und ein Segler surft nicht unbedingt. Das Projekt entsteht aus einer Motivation des Eigeninteresses. Dass es Menschen gibt, die das Angebot nutzen würden, steht außer Frage. Die Verantwort- lichkeit der Vorangehenden liegt aber nicht darin, ihre Kraft zu nutzen, um für sich etwas zu schaffen, und dann zu erklären, es wäre für andere, sondern vorerst darin, ihre Idee, und somit sich selbst, genau zu prü- fen und nachgelagert, welchen Weg sie nehmen. Etwas zu erschaffen, welches vor allem den Interessen der Ini- tiatoren dient und Bedürfnisse weckt, die vorher nicht da waren, ist allgegenwärtig; dennoch äußerst fragwür- dig. Zweifelsohne ist nicht jedes Konzept ein Korsett und Impulse von außen können durchaus bereichern. Den- noch sollten wir auch hier genau hinschauen, ob das tatsächlich ein zeitgemäßer Beitrag zur Diversität ist oder der Preis zu hoch, um lediglich eine Randgruppe zu befriedigen.

Wenn wir die Gesamtlage auf der Erde mit einbeziehen, so können wir zu der Konklusion kommen, dass ein Ein- zelner nichts bewirken kann und so weitermachen wie bisher, indem wir das Ganze lediglich ausschmücken mit gutgemeinten Features oder in der Gegnerschaft verharren. Der Kern aber ist, um wieder auf das Projekt Surf- park zurückzukommen, dass wir unserer Hybris nur nahekommen können, wenn wir uns erlauben würden, überall ganz genau hinzusehen.

Möglicherweise wird der Surfpark gebaut werden und wahrscheinlich wird er, aufgrund der professionellen In- szenierung, auch rentabel sein. Wegweisend wird er nie sein können.

Wir können unserem Alltag nicht mehr entfliehen. Wir müssen uns unseren Lebensumständen stellen und uns fra- gen, ob wir weiterhin der Natur, welche auch die unsere ist, künstliche Welten aufzwingen wollen, oder, ob wir endlich anfangen, mit ihr zu leben. Wie das genau aussehen wird, möge jeder selbst herausfinden, der sich auf absolutes Neuland einlassen möchte. Mir bleibt heute lediglich die Möglichkeit eines gedanklichen Austau- sches, der vielleicht ein Anfang ist.

 

Surfpark – nein danke!

Bürgeraktion:

 

Surfpark – nein danke!

 

Keine Flächenversiegelung

Keine Wasserverschwendung

Keine Energieverschwendung

 

Wellenreiten in der Geest? Eine Stunde von der Nordsee entfernt?

Wir fordern Klimaschutz statt Wahnsinn: Kein Planschbecken auf dem Acker!

Macht mit:

 

Wasser Vergeudung statt Klimaschutz

Auf 19 Hektar Geest-Acker südlich der Stadt wollen Investoren einen Surfpark errichten. Mit Unterstützung der Hansestadt Stade. Das Becken soll zehntausende Kubikmeter Wasser weg schlürfen. Dabei befürchten die Wasserwerke jetzt schon Wassermangel wegen zahlreicher Neubaugebiete. Die notwendige Abwasserleitung alleine wird eine halbe Million Euro kosten. Erinnert sich denn niemand an die Dürrejahre? Das war doch erst gestern! Und es wird noch schlimmer.

Doch in Stade genügt es, dass ein Investor mit Geld winkt, damit man ihm den roten Teppich ausrollt. Auch wenn jährlich 200.000 Besucher bis zu 60 Euro pro Tag ausgeben sollten, um hier auf dem Acker planschen zu dürfen – was hat Stade davon? Wer bezahlt für die Belastung der Umwelt? Die Kosten für den Ausbau der Straßen?

Und wen trifft die schon abzusehende Pleite? Mit echtem Surfen hat so ein Planschbecken nichts zu tun. Ähnliche Projekte werden auch im Ausland bekämpft. Wollen wir Stade mit einer Bauruine „schmücken“?

Die Bürgeraktion Surfpark – nein danke! will diesen Wahnsinn stoppen.

Macht mit:

Hier finden sie Links zur Berichterstattung im Stader Tageblatt und hier zu „Einwohnerfragen“. An dieser Stelle werden wir bald weitere Dokumente veröffentlichen. Initiatoren und ihnen nahestehende Politiker tun so, als wäre das Projekt „gelaufen“ und nur noch eine Frage der Abwicklung. Es ist aber noch längst nicht so – zusammen können und müssen wir das Unding stoppen! Macht mit!

 

 

Wellen gibt es kostenlos

Will die Hansestadt Stade wirklich zu einem Hotspot der Energieverschwendung werden?

Leserbrief von Horst Reinecke

 

Mee(h)r Wissen

Zum Artikel „Pläne für den Surfpark kommen voran“ (TAGEBLATT vom 14. Oktober) Leserbrief von Bianka Lange,.

 

Pläne für den Stader Surfpark kommen voran (13.10.21)

Verwaltung und Rat der Stadt Stade treiben die Planungen für den Surfpark in Stade-Süd weiter voran. Der Rat gab mit einstimmigem Beschluss am Montagabend Mittel in Höhe von 104.000 Euro frei, damit die Stadt Aufträge für die Vorplanungen vergeben kann.

 

Uhr tickt auch in Stade

Leserbrief von Frank Tolle zu den Artikeln „Politik bringt Surfpark einstimmig einen Schritt weiter“ und „Pläne für den Surfpark kommen voran“ (TAGEBLATT vom 2. und 14. Oktober.

 

Politik bringt Surfpark-Pläne einstimmig einen Schritt weiter (2.10.21)

Was heute noch Ackerfläche ist, könnte bis 2024 Norddeutschlands erster Surfpark werden: Die Stader Politik hat am Donnerstag den Weg für den nächsten Schritt zur Umsetzung frei gemacht – trotz einiger ökologischer Bedenken.

 

Erst Fridays for Future, jetzt die Linke: Massive Kritik gegen Surfpark in Stade (29.9.21)

Die Brüder Dirk und Jan Podbielski aus dem Alten Land wollen in Stade einen Surfpark errichten. Die Stadt hat das Vorhaben bisher wohlwollend begleitet, aber es gibt auch Kritik, beispielsweise von Fridays for Future – und jetzt massiv von der Stader Linken.

 

Für wen ist der Surfpark?

Leserbrief von Eva Löhden zum Thema „Surfpark“ (diverse Artikel im TAGEBLATT)

Einwohnerfragen zur gemeinsamen Sitzung vom 'Ausschuss für Stadtentwicklung und
Umwelt' und 'Ortsrat Hagen' am 30.09.2021 um 17:00 Uhr im Stadeum

Die Investoren rechnen lt. Stader Tageblatt vom 10. September 2021 mit 200.000 Besuchern pro Jahr im Surfgarten. Der Surfgarten soll 120 Parkplätze für Surfer und Gäste bereitstellen.

Auf welche Berechnungen zur Anzahl von Besuchern stützt sich die Vorgabe, daß der Surfgarten lediglich 120 Parkplätze zur Verfügung stellen soll?

Im Surfgarten sollen pro Jahr etwa 10 Großveranstaltungen mit 250 – 1.500 Besuchern pro Event stattfinden. Wo werden Parkplätze für die bis zu 1.500 Besucher bereitgestellt?

Die Abwässer vom „Gewerbe- und Surfpark Stade“ sollen mittels einer Pumpstation in einer 3,2 km langen Druckrohrleitung zum bestehenden Abwassernetz in Stade-Ottenbeck geführt werden. Wie hoch sind nach derzeitigem Stand die Kosten für Pumpstation und die 3,2 km lange Druckrohrleitung?

Wer trägt die Kosten für Pumpstation und die 3,2 km lange Druckrohrleitung?

Michael Quelle Stade, den 27.09.2021

 

Auch Surfer, die sich für die Umwelt einsetzen, sind gegen Surfparks:

Wave Pools:
Environmental Concerns Outweigh Their Value

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