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Die Essbare Stadt rockt!

Trotz Corona! Rund 100 Kisten wurden oder werden in sechs Gemeinden des Landkreises aufgestellt. Frisches Gemüse von allen für alle! Es ist ein Zeichen für die Natur, für gesunde Ernährung, aber vor allem für die Kraft gemeinschaftlichen Handelns! Engagierte Schüler und Bürger haben sich ins Zeug gelegt, um einen Traum wahr zu machen. Wie in Andernach am Rhein oder Todmorden in Nordengland, wie in unzähligen Gemeinden weltweit, hat die Bewegung „Essbare Stadt“ in Stade Fuß gefasst. Die Liste belegt, wie breit die Bewegung schon in kurzer Zeit gewachsen ist, und die Fotos der stolzen Schüler von Oldendorf zeigen die ersten Resultate.

Hier eine PDF-Datei mit den Standorten der Hochbeetkisten.

 

Essbare Stadt – ein Aufruf

Etwas Schönes und Nützliches aufbauen. Dabei Menschen treffen, die das auch wollen. Zusammen eine grüne und bunte Stadt schaffen. Und dann auch noch frisches Gemüse ernten. Was ist erfreulicher als gemeinsam erlebte Kreativität? Wie schön sind doch Erfolge, die mit andern gemeinsam erreicht werden.

Stade wird Essbare Stadt. Wie in zahlreichen Gemeinschaften in aller Welt kommen Bürger zusammen, um ihre Stadt liebenswerter, schöner und solidarischer zu machen. Machen sie mit. Bringen sie Kinder, Eltern und Nachbarn mit. Alle zusammen wird das was. Und es wird allen riesigen Spaß machen.

 

Hier finden sie die Projektbeschreibung als Text.

 

Die Essbare Stadt – es grünt und blüht vor jeder Tür

von Yvonne Mayet

Yvonne Mayet bYvonne MayetIm September 2020 hat sich während der Klimawochen die "AG für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Landkreis Stade" zusammengefunden, kurz: NILS, die in unterschiedlichen Projekten ihre gemeinsame Vision einer sozialen, umweltfreundlichen und klimaneutralen Lebensweise in die Tat umsetzt. Das erste Projekt ist die Essbare Stadt, die alle drei Aspekte auf wunderschöne Weise in sich vereint.

Bereits seit einigen Jahren gibt es Essbare Städte und Gemeinden, und die Vielfalt der Konzepte lässt erahnen, wie unterschiedlich ein solches Projekt gestaltet und an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden kann. Hier im Landkreis Stade möchten wir allen die Möglichkeit bieten, sich daran zu beteiligen.

Die Städte und Gemeinden können Trinkwasserbrunnen errichten und öffentliche Grünflächen mit essbaren Pflanzen wie Beerensträuchern bestücken, von denen jeder im Vorbeigehen naschen darf. Sie können an öffentlichen Plätzen Hochbeete mit Kräutern aufstellen, von denen Passanten für den Grillabend mit Freunden ernten dürfen, oder auch Fassaden mit Apfelspalieren, Weinreben oder sogar Efeu begrünen, dessen Blätter sich zum Wäschewaschen eignen. Apotheken können ihre Beete mit Ringelblumen statt Stiefmütterchen bepflanzen, aus denen sie heilende Salben herstellen. Einige Schulen, Kindergärten, Jugendfreizeitstätten oder auch Seniorenheime verfügen über ungenutzte Flächen, auf denen essbare Pflanzen oder Nutzpflanzen angebaut werden können. So lernen vor allem Kinder den natürlichen Anbau von Lebensmitteln, deren Verwendung, Verarbeitung und im besten Fall sogar Möglichkeiten der Haltbarmachung kennen. Wer schon mal beobachtet hat, wie ein Kind hingebungsvoll im Matsch oder in der Sandkiste buddelt oder durch einen Laubhaufen tobt, weiß um die heilsame Wirkung der Natur.

Weiterhin können bisher unbegrünte Dachflächen und sogar leerstehende Gebäude für den Lebensmittelanbau genutzt werden. Beim Indoor-Farming ist der technische Aufwand gegebenenfalls etwas größer als beim Freilandanbau, jedoch sind hierbei weniger bis gar keine Schädlinge zu erwarten. Diese Art des Anbaus ist vor allem für Menschen ohne eigenen Garten, für Innenstadtbereiche oder auch für die Gastronomie interessant.

Einer der wichtigsten und schönsten Aspekte der Essbaren Stadt ist wohl die Stärkung der Gemeinschaft. Nicht nur die Verbundenheit der Menschen untereinander, sondern auch die Verbindung zur Natur haben die Kraft, unseren Körper, unseren Geist und unsere Seele zu nähren und zu heilen. Durch gemeinsame Projekte und Ziele wird die Identifikation mit der eigenen Umgebung gestärkt.

Außerhalb von Stade gibt es bereits eine Solidarische Landwirtschaft, dessen Grundprinzipien sich leicht auf eine innerstädtische Fläche übertragen lassen: Menschen finden zusammen und bauen gemeinsam auf einer von der Stadt, einer Institution, einer Firma oder einem privaten Grundstückseigentümer zur Verfügung gestellten Fläche Lebensmittel an, die gemeinsam geerntet und an alle Mitglieder verteilt werden, von denen Beiträge in Form von Arbeitskraft, Geld oder Material in das Projekt einfließen. In jedem Stadtviertel, ja sogar in jeder Nachbarschaft könnten solche Gemeinschaftsgärten entstehen.

NachhaltigimLKStadeAuch das Tauschen von Samen oder Lebensmitteln ist ein Teil der Essbaren Stadt. Durch ein für alle erkennbares Symbol wie ein ‚gelbes Band‘ am Gartenzaun wird mit Angabe des Lebensmittels darauf hingewiesen, dass mehr zur Verfügung steht, als selber verbraucht werden kann. So ist es jedem möglich, überschüssige Lebensmittel für andere zur Ernte freizugeben, zum Verkauf vor die Gartenpforte zu stellen oder mit Nachbarn zu tauschen und damit einen Schritt in Richtung Selbstversorgung zu gehen. Auch die Initiative ‚foodsharing‘ ist für Ernteüberschüsse ein guter Ansprechpartner.

Das Anlegen von Blühstreifen und Blühwiesen trägt zur Artenvielfalt bei und vervollständigt das Konzept der Essbaren Stadt.

Schon bald könnte sich auf diese Art ein ‚grünes Band‘ durch unseren Landkreis ziehen und unsere Sinne und unser Herz erfreuen. Vielleicht sehen wir dann viel mehr Grün als Grau.

 

Lesen sie hier einen Leeserbrief von Yvonne Mayet im Wochenblatt am 14.04.2021 zum Artikel "Farbtupfer für den Frühling" PDF-Datei ca. 1,5 MB

Grüne Fassade Singapore, Foto Tauber Claus Blohm Yvonne Mayet

 

Yvonne Mayet über die Initiative Essbare Stadt 

von Walter Tauber

 

Kontakt:

Yvonne Mayet

 

Und ein paar Links zu Webseiten und Videos mit Beispielen, wo es anderswo schon funktioniert:

 

Übersicht

https://www.essbare-stadt-minden.de/wissenswertes/links-essbare-stadte/

 

Gemüsewerft Bremen

https://www.facebook.com/Gem%C3%BCsewerft-670160639740299/

http://www.gib-bremen.info/urban_gardening_farming_gemuesewerft.php

https://www.youtube.com/watch?v=5zwuQxnVk0s

 

Andernach

https://www.youtube.com/watch?v=CSI3ckG5Y9g

https://www.youtube.com/watch?v=3C4cLxwMBOk&t=3s

 

Incredible Edible Todmorden

https://www.youtube.com/watch?v=rZExCpdHzrE

 

ESSBARE STADT  - - -  ESSBARES DORF

Kurze Projektbeschreibung

Das Projekt „Essbare Stadt“ bzw. „Essbares Dorf“, welches 2020 im Zuge der KLIMAWOCHEN im Landkreis Stade ins Leben gerufen wurde, versteht sich als eine gemeinnützige Initiative, durch die Bürgerinnen und Bürger an gesellschaftlichen Diskussions- und Entwicklungsprozessen teilnehmen und eigene Beiträge zur Entwicklung einer nachhaltigen Gesellschaft in ihrem Umfeld aktiv einbringen können.

Ein Palettengarten und weitere Beete auf öffentlichen Grünflächen werden als kleine Nutzgärten angelegt. Das Projekt „Essbare Stadt“ / „Essbares Dorf“ soll ein Bewusstsein schaffen für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Ökologie in Bezug auf die zukunftsfähige Produktion von Lebensmitteln. Wir möchten damit aber auch die Gemeinschaft und Nachbarschaft fördern und lokale, regionale Verbundenheit und die individuelle  Selbstwirksamkeit stärken.

Bürgerinnen und Bürger können im Projekt „Essbare Stadt“ / „Essbares Dorf“ selbstständig und vor Ort ihre Ideen zu einer nachhaltigen Zukunft umsetzen und alternative Perspektiven erproben. Die Gartenflächen und –paletten sind dabei nicht nur als Produktionsort von Lebensmitteln zu verstehen, sondern als Freiraum, in dem Ideen erprobt werden, wachsen und schließlich Früchte tragen.

Um in Zukunft die Gartenflächen und –paletten des Projekts „Essbare Stadt“ / “Essbares Dorf“ langfristig im Landkreis Stade selbst- und gemeinschaftsgetragen weiterentwickeln zu können, bemühen wir uns um Förderungen und Spenden, die als Initiativhilfe zur Selbsthilfe einfließen sollen. In Stade und in Buxtehude möchten wir das Projekt „Essbare Stadt“ zu einer der Institutionen im Netzwerk bereits vorhandener  nachhaltiger Projekte machen. Daher ist das Projektteam stets um lokale und regionale Partner und Förderer bemüht, welche durch Mithilfe und Spenden das Projekt unterstützen.

Das Projekt wird eigenverantwortlich getragen und verwaltet, ist nicht kommerziell. Die Teilnahme ist freiwillig und wird nicht entlohnt.

 

 

Arbeitsgruppe für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz: Radverkehr stärken und essbare Stadt

Klimawoche 2020 Arbeitsgruppe

Zum Auftakt der Klimawochen traf sich eine Gruppe engagierter Bürger im Rathaus. Ziel der Arbeitsgruppe ist, den Landkreis Stade nachhaltig zu verändern. Dies soll mit Hilfe konkreter Projekte für mehr Klimaschutz und eine stärkere Gemeinschaft geschehen, für die in den vergangenen Monaten schon viele Ideen entwickelt wurden, die nun mit vereinten Kräften umgesetzt werden sollen.
Wiki Stade, ein interaktives Forum und Bürgerportal, erstellt zurzeit eine Umweltkarte, auf der schon bestehende Initiativen wie Stade im Wandel, Foodsharing, Stade fährt Rad und viele weitere abgebildet werden sollen. Auch die Stadt Stade plant, auf ihrer Internetseite bereits umgesetzte Projekte darzustellen, um Bürgern einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten zu geben, sich in größeren Gruppen zu engagieren oder auch im privaten Umfeld etwas zum Positiven zu verändern. Im Vordergrund stehen dabei die gegenseitige Unterstützung und der Spaß am Austausch und der Umsetzung. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit Buxtehude im Wandel, den Klimaschutzmanager*innen des Landkreises und den Kirchengemeinden.

Alle Beteiligten vereint der Wunsch nach sichtbaren Ergebnissen und direkten Absprachen, um Projekte möglichst zügig anzuschieben und voranzutreiben. Bei dem ersten Treffen der Arbeitsgruppe kamen

verschiedene Themen zur Sprache. So sollen der Radverkehr gestärkt und eine Mobilitätswende herbeigeführt werden. Das Stadtbild soll durch Müllvermeidung und eine größere Anzahl und Attraktivität der Entsorgungsmöglichkeiten positiv verändert werden. Leihbörsen sollen in den Stadtteilen eingerichtet werden. Das Hauptaugenmerk lag jedoch auf dem Themenbereich „Essbare Stadt“. Hierzu wurde der Wunsch nach einem Trinkwasserbrunnen, einer zentral gelegenen solidarischen Landwirtschaftsfläche, Palettengärten und mit essbaren Pflanzen bestückten öffentlichen Grünflächen geäußert, aber auch nach Blühstreifen zum Erhalt der Artenvielfalt.
Der geplante „Ankerplatz“, der in Stade Am Sande entstehen soll, greift viele nachhaltige Ideen auf und könnte als Beispiel für andere Gemeinden im Landkreis dienen. Im nächsten Schritt werden bis Anfang Oktober Konzeptskizzen zu den einzelnen Ideen erarbeitet und Flächen gefunden, die für eine Umsetzung geeignet sind. Alle sind sich darin einig, dass es in unseren Händen liegt, unser Umfeld unseren Wünschen entsprechend zu gestalten.
Wer aktiv mitwirken möchte, melde sich bitte unter .

 

Resümée der „KLIMAWOCHEN im Landkreis Stade“ 2020

Die Entstehung der Klimawochen

Der Impuls für die Organisation der Klimawoche 2019, der „Climate Action Week“, kam aus der „Fridays for Future“-Bewegung. Schon lange zuvor waren uns ehrenamtlichen Mitgliedern des Klimawochen-Orga-Teams die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel bewusst. Und damit auch, dass diese eine Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft am Leitbild der Nachhaltigkeit erfordern, damit wir Menschen und viele Tier- und Pflanzenarten ihre Lebensgrundlagen nicht verlieren und wir mit den Ressourcen unseres Planeten über Generationen hinweg auskommen. Da wir Menschen über unseren Verstand verfügen, sind wir verantwortlich für das, was wir tun, aber auch für das, was wir nicht tun.

Wir Organisatoren der „KLIMAWOCHEN im Landkreis Stade“ haben daher selbst in unserem eigenen Umfeld damit begonnen, unsere Lebensgewohnheiten kritisch zu betrachten und Dinge im eigenen Umfeld zu verändern.

Es war und ist uns ein großes Anliegen, mit positiven Ideen und konkreten Projekten auch in einer Gruppe gemeinschaftlich auf die großen Herausforderungen unserer Zeit zu antworten. Gerade im gemeinschaftlichen Handeln sehen wir die Kraft für eine größere Veränderung. Auch wollten wir gerne gemeinsam daran arbeiten, das Thema der Klima-Katastrophe ins Bewusstsein der Menschen im Landkreis Stade zu bringen. Nachdem die „Climate Action Week“ in 2019 schon sehr erfolgreich verlaufen war, haben wir uns auch in 2020 trotz der erschwerten Corona-Bedingungen für die Durchführung der beiden Klimawochen entschieden und, überall im Landkreis verteilt, kleine dezentrale Veranstaltungen durchgeführt.

Die Beweggründe und Ziele

Angesichts der aktuellen herausfordernden Krisen wie Corona-Krise und Klima-Krise suchen wir nach Lösungen, wie wir in Gemeinschaft hoffnungsvoll und positiv in die Zukunft blicken können und wie und wo wir in der Klima-Krise etwas konkret vor Ort bewegen können.

Wir möchten uns gemeinschaftlich einsetzen für eine nachhaltige und umweltbewusstere Lebensweise und möchten lokale, regionale Wirtschaftskreisläufe fördern. Es beschäftigt uns, wie wir uns resilienter machen können, um Krisensituationen wie die Corona-Pandemie oder die Klima-Krise besser bewältigen zu können. Wir möchten die großen Herausforderungen auch herunterbrechen auf einfache Dinge, die wir selber vor Ort umsetzen.

Was treibt uns an?

Unser Optimismus ist unsere Triebfeder. Unser Team handelt nach der Devise „EINFACH! JETZT! MACHEN!“, die zugleich auch der Titel eines empfehlenswerten Buches von Rob Hopkins ist, der Begründer der „Transition Town“-Bewegung. Wir legen Wert darauf, dass wir in einer konstruktiven Gemeinschaft frei, unabhängig, überparteilich, ziel-, fakten- und sachorientiert zusammenwirken können.

Die Durchführung der KLIMAWOCHEN 2020

Unter Beachtung der Hygieneregeln zur Eindämmung der Pandemie haben wir in den beiden Klimawochen vom 4. bis 19. September 2020 Menschen zusammengeführt und miteinander vernetzt.

In den Klimawochen 2020 gab es sowohl Bildungsveranstaltungen an Schulen als auch Informationsveranstaltungen über regionale Initiativen und konkrete Klimaschutzaktivitäten vor Ort in Stade, Buxtehude, Horneburg, Jork, Harsefeld, Himmelpforten, Oldendorf, Ahrensmoor, Guderhandviertel, Drochtersen und an anderen Orten im Landkreis Stade.  Es gab kreative und informative Aktionen zu Themen wie Erneuerbare Energien, Artenschutz, Umweltschutz, nachhaltigen Konsum, Mobilität und Ernährung, aber auch eine kulturelle Auseinandersetzung mit dem Schutz des Erdklimas.

Wir haben Menschen aus unserer Region vorgestellt, die sich bereits auf den Weg hin zu einer verantwortungsbewussteren, ressourcenschonenden und damit zukunftsfähigen Lebensweise gemacht haben. Sie haben uns zum Beispiel gezeigt,

wie wir unsere Gärten robuster gegen den Klimawandel gestalten

welche Vorteile es hat, mit dem Fahrrad zu fahren und das Auto stehen zu lassen (auch beim STADTRADELN im Landkreis Stade)

  • wie wir kostenlos ein Lastenrad leihen können (www.stade-faehrt-rad.de)
  • wie wir mit direkter Sonnenenergie kochen (z. B. Kochen mit Parabolspiegeln)
  • wie sich der Obstbau durch den Klimawandel verändert
  • wie sich ein Bäckereiunternehmen nach und nach nachhaltig umgestalten lässt
  • wie sich Tierarten im eigenen Garten und in Blühstreifen schützen lassen
  • wie sich Rohstoffe so nutzen lassen, dass sie in einer Kreislaufwirtschaft immer wieder zur Verfügung stehen (Cradle To Cradle, www.c2c.ngo)
  • wie und wo wir unsere Haushaltsartikel und Fahrräder reparieren lassen können (Repair-Cafés)
  • wie sich Tiere artgerechter halten lassen können (z. B. artgerechte Ammentier-Weidehaltung)
  • wie sich Lebensmittel vor dem Müll retten lassen (www.foodsharing.de)
  • wie bei einem Konzert der Strom für die Musik selbst erzeugt werden kann (Antrieb durch Fahrräder mit Stromgeneratoren von REEW, www.regionalenergie-elbe-weser.de)
  • und vieles mehr.

Die Multivisionsschau von Jana Steingässer zeigte auf, in welchen Teilen der Welt die Klimakrise für die Menschen bereits existenzielle Folgen hat, und gab in Himmelpforten mit ihren beeindruckenden  Bildern und abenteuerlichen Erlebnissen gute Denkanstöße für das eigene Handeln.

Der Filmabend über Transition-Town-Bewegungen in Horneburg bot den Teilnehmenden neue Erkenntnisse und hilfreiche Praxistipps von einem erfahrenen Experten, der bei Transition Town Hannover Projekte wie das „Unternehmen Tafelrunde“ erfolgreich umgesetzt, bei einer Solidarischen Landwirtschaft mitgewirkt und zu Regionalisierung von Lieferketten geforscht hat.

Die Teilnehmenden haben erfahren, in welchen Initiativen sie für den Klimaschutz in unserer Region selbst aktiv werden können. Menschen aus verschiedenen Initiativen haben sich gegenseitig kennengelernt und können sich nun über ihre konkreten Projekte austauschen und gemeinschaftlich eine Wirkung entfalten.

Die drei Abschlusskonzerte in Stade setzten einen furiosen Schlusspunkt für 2020 und machten Lust auf eine Fortsetzung in 2021.

Der Ausblick

In den Klimawochen wurden einige Projekte auch neu angeschoben und werden danach weiter fortgesetzt, wie z. B. das Projekt „Essbare Stadt“, Palettengärten und Trinkwasserbrunnen in Stade, die Stärkung des Radverkehrs, Einrichtung weiterer Repair-Cafés, weiterer Foodsharing-Fairteiler und weiterer Flächen für solidarische Landwirtschaft im Landkreis, Tauschbörsen, Sharing-Projekte wie Lastenradverleih, Verbreitung des Dorfstromer-Angebots, Blühstreifen, etc. oder die Durchführung von Workshops für Menschen, die in ihrem Garten die Biodiversität fördern oder Permakultur anwenden möchten.

Es hat sich eine „AG für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Landkreis Stade“ gebildet, um Klimaschutzaktivitäten in Gemeinschaft jenseits der KLIMAWOCHEN weiter zu entwickeln. Dazu gehört auch das interaktive Forum „Wiki Stade“, das ein Handbuch bzw. eine Karte erstellt, auf der bestehende regionale Initiativen abgebildet werden sollen.

Engagierte Menschen ganz unterschiedlicher Berufe und Hintergründe bringen in unserem Team ihre Energie, individuellen Fähigkeiten, Kontakte und positiven, kreativen Ideen ein, sodass wir uns hervorragend ergänzen. Es bringt Spaß, im Netzwerk der Klimawochen mitzugestalten.

Jede*r Einzelne ist eingeladen, bei uns mitzumachen. Neue Gesichter sind uns immer willkommen!

Nach den beiden „KLIMAWOCHEN im Landkreis Stade“ fand am 20.09.2020 im Anschluss daran die Hamburger Klimawoche statt, die in ebenso vielfältiger Weise ein Bewusstsein für einen ökosozialen Wandel schaffen möchte. Dort koordiniert auch ein ehrenamtliches Team die Klimawoche, aber es bringen sich Institutionen, Formen, Behörden, Hochschulen, Schulen, Museen, Vereine, Initiativen etc. mit eigenverantwortlich organisierten Veranstaltungen ein.

Bei den „KLIMAWOCHEN im Landkreis Stade“ haben sich die Klimaschutzregion Altes Land und Horneburg, die Samtgemeinde Horneburg, das Mehrgenerationenhaus Horneburg und die katholische Gemeinde St. Josef Stade, die Volkshochschulen Stade und Buxtehude, der Verein „Stade fährt Rad“ e.V., die Initiativen „Stade im Wandel“ und „Foodsharing Stade“, die „Artists for Future“, der Gärtnermeister und Waldpädagoge Jonas Maiwald, der Obstbaubetrieb Claus Blohm und die Carsharing-Anbieter „Dorfstromer“ dankenswerterweise bereits eigenständig und eigenverantwortlich eingebracht. "Buxtehude im Wandel" und „Wiki Stade“ haben uns bei der Internetpräsenz und dem Angebot des Online-Programms sehr gut unterstützt. Es hätten noch mehr Institutionen mitgemacht, wenn die Coronabedingungen dieses nicht erschwert hätten, z. B. wären die Museen in Stade ansonsten auch dabei gewesen. Die eigenständigen Beiträge zu den Klimawochen wollen wir im nächsten Jahr noch weiter ausbauen.

Nach den Klimawochen in unserer Region denken wir daran, dass angesichts der wegen Covid-19 bereitgestellten Milliarden-Kredite, die von der nachfolgenden Generation abzubezahlen sind, wir nun NICHT zurückfallen sollten in ein zerstörerisches Wirtschaftssystem, sondern in eine echte Transformation der Wirtschaft investieren müssen, die sofort nach der Corona-Krise notwendig wird mit dem Ziel einer am Gemeinwohl orientierten nachhaltigen Wirtschaft.

Für gesunde Menschen auf einer gesunden Erde müssen die richtigen Prioritäten nun richtig gesetzt werden, damit die Klima-Krise nicht unweigerlich weitere folgenreiche weltweite Wirtschafts-, Migrations- und Gesundheitskrisen nach sich zieht. Das meint auch der prominente Arzt und TV-Moderator Dr. Eckard von Hirschhausen und erklärt in seinem Appell, dass renommierte Virologen und Evolutionsökologen bereits wissenschaftlich nachgewiesen hätten, wie eng Klimaschutz, Natur- und Artenschutz  und die Corona-Krise zusammenhängen. Wenn die Übertragung des SARS-CoV-2-Virus auf den Menschen durch eine Zoonose erfolgt sei, müsse man bedenken, dass mittlerweile ca. 32% des Gewichtes der Wirbeltiere auf der Erde Menschen seien, ca. 67% machten die Nutztiere des Menschen aus und wir Menschen ließen den Wildtieren nur noch 1% des Gewichtes aller Wirbeltiere auf Erden übrig. Wenn den Wildtieren also nur noch so wenig Raum gelassen wird, kommt es vorhersehbar verstärkt zu weiteren Zoonosen, bei denen Viren auf den Menschen überspringen. Schätzungsweise 600.000 Viren könnten aus wissenschaftlicher Sicht dadurch noch weiter auf den Menschen übertragbar sein.

Politiker werden also mit den Klimaforschern zusammen zukunftsfähige, lebensbewahrende Entscheidungen treffen müssen - wie während der Corona-Krise. Aber vor allem müssen dann konkrete Klimaschutz-Maßnahmen auf jeder Ebene in die Tat umgesetzt und in der Gesetzgebung verankert werden.

Birgit Weißenborn

Mitglied im Organisationsteam der Klimawochen 2019 und 2020

 

KLIMAWOCHEN Landkreis STADE

vom 4. bis 18. September 2020

Orga Team KLIMAWOCHEN LK STADEDas Orga-Team der KLIMAWOCHEN Landkreis StadeIn den beiden KLIMAWOCHEN bieten wir Informationen über mögliche Klimaschutzaktivitäten vor Ort und über regionale Initiativen an. Wir möchten gemeinsam dezentral im Landkreis Stade unterschiedliche Aktionen durchführen, mit denen wir wir technische, ökologische, verkehrspolitische und soziale Aspekte des Klimaschutzes in den Fokus rücken. Aktionen zu Themen wie Erneuerbare Energien, Artenschutz, Umweltschutz, nachhaltigen Konsum, Mobilität und Ernährung, aber auch die kulturelle Auseinandersetzung mit dem Schutz des Erdklimas, werden kreativ und informativ umgesetzt. Die KLIMAWOCHEN LK STADE sollen - unter Beachtung der Abstandsregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie - Menschen zusammenführen und eine lokale – aber auch globale – Verbundenheit schaffen, die uns gemeinsam hoffnungsvoll in die Zukunft blicken lässt und uns zeigt, wie und wo wir in der Klima-Krise etwas konkret vor Ort bewegen können. Wer dabei gerne mitmachen und mitgestalten möchte, schreibt bitte eine E-Mail an  .

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