- Geschrieben von: Renate Matthes
- Kategorie: A20 Nie!
Am 14.11. erschien im Stader Tageblatt eine IHK-Umfrage zur A20: "Viele Unternehmen forden A20-Bau".
Der KOK (Koordinationskreis der Bürgerinitiativen A20 Nie) hatte sofort mit einer PM reagiert, die aber bis heute nicht im Stader Tageblatt erschien.
Lesen die hier die Pressemitteilung als PDF.
Im Tageblatt abgedruckt wurde ein Leserbrief von Ute Jungclaus aus Bossel, die sich ebenfalls auf die IHK-Umfrage bezieht:
Leserbrief zum Artikel "Viele Unternehmen fordern A20-Bau" im Stader Tageblatt vom 14.11.2024
"Die IHKs als Zahlenjongleure am Werk"
Um mal etwas richtig zu stellen:
Die acht norddeutschen IHKs ( Schleswig Holstein und Niedersachsen) haben die 4583 Unternehmen, die sie unter ihrem Dach vereinen, zur A20 befragt.
Diese entscheidende Zahl ist im Artikel gar nicht erwähnt worden.
Gerade einmal neun Prozent aller Unternehmen, nämlich 429, haben überhaupt daran teilgenommen. Der Rest hat gar nicht erst geantwortet.
Laut Umfrage würden sechs Prozent der 429 Unternehmen ohne A20-Ausbau wegziehen, also ganze 0,56 Prozent aller in den IHKs organisierten Unternehmen.
Für über die Hälfte der teilnehmenden Unternehmen hat der A20-Ausbau für die Standortwahl keine Rolle gespielt.
Die zukünftige Regierung, auf die die IHKs hoffen, wird andere Probleme bewältigen müssen als Straßenneubau. Der Jahrzehnte andauernde Sanierungsstau bei Bundes- und Fernstraßen nebst maroder Brücken lässt grüßen. Und mal ganz ehrlich, wer glaubt denn noch, dass die 200 km A20 zwischen Bad Segeberg und Westerstede inklusive Tunnel für 7 Milliarden zu haben sein werden. Das wird vermutlich alleine der Tunnel kosten. Elphi, BER Berlin, Stuttgart 21 grüßen ebenfalls.
Darüber hinaus Autobahnbau über Moorböden auch noch als aktiven Klimaschutz zu verkaufen, finde ich ausgesprochen dreist.
Mit Zahlen lässt es sich halt gut jonglieren und auch vieles schön reden.

